Beim heutigen Training der Fußballjugend fehlt es nicht an Bällen:
Das sah beim Neubeginn nach dem Krieg noch ganz anders aus. Damals waren Fußbälle noch eine echte Rarität.
Lange Zeit waren für die zwei Mannschaften nur zwei Bälle vorhanden und die waren durch die starke Beanspruchung natürlich in einem sehr schlechten Zustand. Wurden diese Bälle einmal nass und man benutzte sie danach wieder, sah man sich mit einem einer Holzkugel ähnlichen Spielgerät konfrontiert. Und wenn man mit dem Kopf die ausgetrocknete Verschnürung erwischte, wurde man wie von einer Keule getroffen.
Der Vater der Fußballerfamilie Bopp war Schuhmacher. Er musste sonntags nach seiner Messnertätigkeit bei Heimspielen immer in der Werkstatt parat sein, damit ein Ball gleich wieder geflickt werden konnte. Es kam sogar vor, dass der frisch geflickte Ball gerade eintraf, als bei dem anderen wieder die rosafarbene Blase zum Vorschein kam.


Fußball – einst und jetzt